Was Neuseeländer so bewegt....
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Was Neuseeländer so bewegt....

Während der Rest der Welt mit Bush´s Besuch im mittleren Osten beschäftigt ist, in Deutschland SPD und CDU immer weiter Streiten und die grosse Frage ist, wie denn nun das kleine Eisbärbaby im Nürnberger Zoo heissen soll, beschäftigen sich die Neuseeländer mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens.

Wochendeckendes Thema und leider auch Grund zur Trauer, war Sir Edmund Hillary`s Tod im Alter von 88 Jahren. Nicht nur war er zusammen mit seinem Sherpa Tensing der erste Mensch, der den Mount Everest bestiegen hat, auch hat er sich in Nepal sehr für die Sherpas eingesetzt. Bereits auf der 5-Dollar-Note verewigt, wird nun wild diskutiert, ob man ihm zu Ehren denn auch einen Feiertag schaffen soll, um den wohl berühmtesten Neuseeländer aller Zeiten zu ehren.

Auch die zwei Kanuten, die als erstes Team von Australien über das Tasmanische Meer bis nach Neuseeland gepaddelt sind, gaben Sir Edmung Hillary als grosse Inspiration an.

Nach 2 Monaten und einem wegen Sturmes gepaddelten Umweg von 1000 km kamen sie glücklich und erschöpft an der Nordinsel an und wurden von tausenden Menschen gefeiert.

 
 

Sportlich gesehen sind es vergleichbare Schlagzeilen wie bei uns. Momentan feiert man den neuen Sportstar am neuseelaendischen Himmel, Victor Vito. Ein noch recht junger Rugbyspieler der in dem kürzlich ausgetragenem Tunier in Wellington Neuseeland zum Sieg führte. Eine witztige Begleiterscheinung des Tunier ist es, dass es in eine Art Fasching ausartet, da alle Fans schwer beschäftig sind, sich zu verkleiden und zu betrinken. Allerdings hat die Polizai das Borat-Kostüm verboten (angelehnt an den Borat Film, wo der gute Mann nur mit einer Art Badeanzug bekleidet ist), da es als zu freizügig eingestuft wurde.

Da unser Boss Richard selber 10 Jahre in Japan Profi-Rugby-Spieler war und auch dessen Vater bei den „All Blacks“ (Neuseelands Nummer 1 Rugbyteam) gespielt hat, ist es selbstredend, dass wir inzwischen wissen, auf was es in diesem Sport ankommt.

 

Kurzzeitig hatten wir auch Besuch aus Südtirol – Norbert und Sybille waren auf Urlaub in Neuseeland und an Ihrem letzten Abend sind wir schön Essen gegangen und hatten einen wirklich netten Abend. Da genau an diesem Tag das Bon Jovi Konzert war, konnten die beiden angefangen von Hostel bis hin zum Hilton kein Zimmer finden. Die ganze Stadt war ausgebucht und das nur, weil 30 000 Fans zum Konzert sind.

Selbstverständlich haben wir Ihnen einen Platz auf unserem Fussboden zurechtgemacht und so hatten sie – wenn auch einen sehr unbequemen – einen Schlafplatz.

Es ist schon lustig, dass man es daheim nie schafft, sich zu treffen, aber am anderen Ende der Welt läuft man sich dann über den Weg.

Ja, ja, die Welt ist ein Dorf.

 

Nach anfänglichen Sprachproblemen in der Arbeit (Neuseeländer nuscheln so wahnsinnig), geht es uns recht gut dort und unsere Kollegen sind sehr nett.

Tim verwöhnt alle Kollegen vor allem unsere Kolleginnen mit süssen Cocktails und geniesst deren Begeisterung. Auch soll er mithelfen, ein paar Cocktails auf die Getränkekarte zu setzten, da das völliges Neuland hier ist.

Es ist sehr Interessant für uns wie die Pubkultur in Neuseeland gepflegt und gelebt wird . Zum all-nachmittäglichen Feierabendbier finden sich neben Bauarbeitern, Malern und Bankangestellten auch mal das gesamte Baumarktteam zum Feierabendbier ein und sogar zwei Sanitäter waren einmal da. (selbstverstaendlich alle in Arbeitsklammotten). Zum Bier gibt es dann Leckereien wie Kartoffelecken, Fritten, Calamaris und was man sonst noch so in die Fritöse schmeissen kann.

Ausser einer 30 Stunden-Woche machen wir zur Zeit nicht viel und nutzen unsere Internet-Flatrate für ausgiebige Recherchen.

 

Unsere Lieblingsbeschäftigung derzeit ist, uns zu überlegen, was wir so alles auf den Cookinseln anstellen können. Unter anderem versuchen wir auszurechnen, wieviele Kokosnüsse wir am Tag wohl knacken können, um sie dann mit Rum gefüllt in der Hängematte leerzuschlürfen.

 

Bis auf weiteres sagen wir erstmal ALOHA und HULAHE,

 

Anja und Tim